It never rains in Southern California…

… dachten wir zumindest! Und so fielen viele der letzten Wochenenden sprichwörtlich ins Wasser! Aber zunächst einmal von Anfang an, denn seit unserem letzten Bericht ist schon einige Zeit vergangen.

Unser erstes Semester an der SDSU:

Nach unseren Trips über Thanksgiving hieß es dann noch einmal 3 Wochen pauken und Projekte bearbeiten. Die Zeit ging jedoch schneller vorbei als man dachte und so kamen auch schon die ersten Besucher aus Illinois bevor wir überhaupt mit unseren Finals fertig waren. Was für ein Glück, so konnten auch die Klausuren der Calculus III-Studenten mit tatkräftiger Unterstützung korrigiert werden. Insgesamt endete das Semester für uns sehr zufriedenstellend. Und auch der Abschied von unseren Studenten war sehr rührend, da sie sich bei uns für dieses tolle Semester bedankt haben, was auch später in unseren Evaluationen nochmal sichtbar war, z.B.:

Stefan:

  • Stefan was great at explaining concepts, better than the actual instructor. I would of rather had him teach the course if i was being honest. He explained things conceptually and applied it in a timely manner. I honestly probably learned 95% of the subject from him.
  • Knew the material backwards and forwards

Anja:

  • Anja is an absolutely amazing TA, she teaches everything so well that it almost makes the problems seem easy. She has a great attitude and is always smiling and laughing which is nice to see in a TA or a professor. Without her small section I probably would not have done as well as I did in the class. I came to her office hours a few times and she does very well at going from student to student and helping everyone in a timely manner. It was a pleasure having her as my TA.
  • extremely good-looking

Da freut man sich doch direkt darauf auch im neuen Semester als TA arbeiten zu dürfen! Doch mit Beginn der Winter Break trennten sich auch unsere Wege für die nächsten 4 Wochen erst einmal.

Stefan

Bei Sonnenschein und Frühlingstemperaturen wollte im Dezember hier in San Diego noch nicht so wirklich Weihnachtsstimmung aufkommen.  Aber spätestens nachdem Anja und ich den Christbaum aufgestellt hatten und ein bisschen weihnachtlich dekoriert hatten, freuten wir uns umso mehr auf unsere verdienten Ferien und das Weihnachtsfest! Vorher habe ich mit Besuch aus Ulm und Illinous noch San Diego erkundet und auch noch einen Trip zum Joshua Tree National Park eingelegt.

Während Anja sich für authentisches Weihnachten in der Kälte entschieden hatte, habe ich zusammen mit Arne und Besuch aus Deutschland Weihnachten in San Diego gefeiert, bevor es am nächsten Tag dann gemeinsam weiter nach Las Vegas ging. Eine verrückte Stadt und definitiv nicht mein letzter Besuch, mein Statistik-Studium hat sich nämlich sogar ein bisschen bezahlbar gemacht! Aber Las Vegas ist auch perfekter Ausgangspunkt für eine Tour durch die Nationalparks in der Umgebung. Erster Stop: Death Valley National Park!

Danach ging es für Steffi und mich weiter zum Grand Canyon, dem Antelope Canyon & Horseshoe Bend und schließlich weiter zum Bryce Canyon. Wir hatten vorher etwas Respekt vor dem Schnee und der Kälte, aber das traumhafte Panorama vom Grand Canyon und dem Bryce Canyon im Schnee werde ich wohl nie vergessen. Also auf jeden Fall auch eine Empfehlung für den Winter-Break der nächsten Studenten aus Ulm!

Über Silvester reisten wir für eine Woche nach Hawaii, Big Island. Die Normal Guys haben ja schon fleißig darüber geschwärmt. Wirklich eine geniale Insel und eine unvergessliche Reise! Eines der Highlights ist dort natürlich das Lava-Spektakel und der Volcanoes National Park, aber auch die traumhaften Eindrücke unter Wasser beim Schnorcheln mit bunt schillernden Fischen, Meeresschildkröten und Delfinen!

Anschließend ging es für mich alleine weiter. Zuerst für eine Nacht nach Miami, wo ich Albert, Viet, Alex und Marius für eine Nacht getroffen hab und anschließend für eine weitere Woche nach Ecuador, um alte Freunde und Familie zu besuchen.

Anja

Ich habe mich dazu entschlossen, das Weihnachtsfest mit der ‚Ulmer Familie‘ in Milwaukee zu feiern und da Chicago nicht weit entfernt ist, habe ich mich dort mit Thomas zum Sightseeing getroffen. Wir hatten erstaunlich viel Glück mit dem Wetter, es war sonnig und nicht allzu kalt, auch wenn es natürlich zunächst einmal ein Kälteschock für mich war.

So sind wir bei tollen Wetterbedingungen auf den Willis Tower und haben zu Fuß die Stadt erkundet. Natürlich darf bei einem Besuch in Chicago auch die Deep Dish Pizza nicht fehlen. Ein ganz besonderes Highlight der Reise war der Christkindlmarket in Chicago. Nach den Erfahrungen zum Oktoberfest in San Diego, hatte ich keine großen Erwartungen an einen Weihnachtsmarkt in den USA. Dieser Weihnachtsmarkt jedoch ist recht authentisch gehalten und deshalb auf jeden Fall einen Besuch wert, auch wenn die Glühweinpreise nicht mit deutschen Preisen vergleichbar sind. Um sich auch mal den Broadway ein bisschen genauer anzuschauen, sind wir zum Musical ‚Phantom der Oper‘ gegangen. Und als naturwissenschaftlich Begeisterte hat es uns auch ins Museum of Science and Industry gezogen. Das Museum war jedoch mehr auf Erleben als auf Wissensvermittlung angelegt. Zu unserem Erstaunen gab es dort auch eine Weihnachtsbaum-Ausstellung, bei der Bäume ländertypisch dekoriert wurden; der Baum im Bild soll übrigens der typisch deutsche Christbaum sein. Bei unserer Erkundungstour durch Chicago trafen wir zufällig auf Marius und Asterix, die natürlich auch auf ihrem Weg zum großen Wiedersehen nach Milwaukee einen Zwischenstopp in Chicago eingelegt haben.

Über Weihnachten in Milwaukee haben die anderen bereits schon berichtet, deshalb an dieser Stelle nur noch mal ein großes Dankeschön an die Milwaukeeaner für die große Gastfreundschaft! Es war einfach einmalig, dass ein Großteil der USA-Teilnehmer für Weihnachten vereint war! Da nach einer Woche Kälte nun aber doch genug war mit warm einpacken, machten Thomas und ich uns auf den Weg in die Karibik, erster Stop: Dominikanische Republik.

Nachdem wir erst einmal in die Business Class upgegradet wurden, weil der Flug überbucht war, kamen wir bei schwülem Klima in Punta Cana an. Wir wollten noch ein paar Tage in der Dominikanischen Republik verbringen bevor wir uns mit dem Kreuzfahrtschiff auf zum Inselhopping machten. Der Vorteil bei dieser Reise war, dass wir mit einem deutschen Schiff unterwegs waren und ja, das bedeutet: deutsches Essen! Endlich wieder Brot, und all das, was man hier doch über die Monate sehr vermisst hat. 2 Wochen lang schipperten wir also durch das Karibische Meer mit Stops in Jamaika, Mexiko, Belize, Kaiman-Inseln, St.Kitts, St. Maarten, Dominikanische Republik und unternahmen Wanderungen, schauten uns Maja-Stätte an, machten eine Bootstour durch den Regenwald, stiegen an Wasserfällen hoch, besuchten eine Schildkrötenfarm, waren am Hells Post Office, am berühmten Maho Beach, usw. Den besten Eindruck vermitteln höchstwahrscheinlich die Bilder.

Die knapp 4 Wochen gingen dann doch schneller vorbei, als wir gehofft hatten und so ging es auch für mich wieder zurück nach San Diego.

Unser zweites Semester an der SDSU

Mittlerweile ist das zweite Semester an der SDSU in vollem Gange. Nach viel organisatorischem Aufwand, der zu erledigen ist um in diesem Semester zu graduieren, können wir uns nun voll und ganz auf unsere Masterarbeit konzentrieren. Neben der Masterarbeit sind wir beide wieder als Calculus III-TAs angestellt und können uns damit einiges an Vorbereitungsaufwand sparen. Außerdem müssen wir auch noch weitere Kurse hören.

Anja

Ich höre dieses Semester die Kurse ‚Applied Fourier Analysis‘ und ‚Numerik von Partiellen Differentialgleichungen‘ und belege noch ein weiteres Seminar ‚Careers in the Sciences‘. Das Seminar ist recht interessant, da wöchentlich Speaker aus verschiedenen Firmen eingeladen werden, die von aktuellen Forschungsthemen und ihrem Werdegang berichten. Die beiden Vorlesungen sind eine gute Ergänzung zu bereits erworbenem Wissen aus theoretischen Kursen in Ulm.

Stefan

Ich habe mich für die Kurse ‚Monte Carlo Simulation‘ und ‚Data Mining‘ entschieden. Bei beiden Kursen steht die Anwendung im Vordergrund. Obwohl ich schon ähnliche Kure in Ulm gehört habe, lerne ich also jetzt mal, wie man es tatsächlich auf Daten anwendet und in R programmiert. Außerdem muss man als Master in Statistics auch ein Seminar besuchen, wo Researcher und Gastprofessoren Vorträge halten. Der Aufwand mit nur zwei Kursen ist dieses Semesters eher überschaubar, dafür muss man eben etwas mehr Energie in die Masterarbeit stecken.

Neben Uni wollen wir aber auch unsere letzten Monate in San Diego genießen, und soweit es uns das Wetter erlaubt, nutzen wir dazu auch jede Gelegenheit.

Und wenn uns die Sehnsucht nach deutschem Essen mal wieder packt, dann gehen wir zum Kaiserhof Biergarten und gönnen uns Sauerbraten, Schnitzel, Gegrilltes Hähnchen, Spätzle, Semmelknödel, Blaukraut, Linsensuppe und gutes deutsches Bier!

In diesem Sinne stoßen wir mit ein oder zwei großen Schlücken auch mit auf das 50-jährige Jubiläum der Universität Ulm an, die am 25. Februar Geburtstag feiern durfte. Und damit liebe Grüße von der Westküste in die Heimat!

Stefan und Anja

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