Time to say Goodbye

Mittlerweile ist es Oktober und das Abenteuer Kanada ist für uns beide beendet. Im Gegensatz zu den meisten USA-Fahrern dauerte unser Auslandsaufenthalt ein volles Jahr. Wem das an dieser Stelle zu viel vorkommen mag sei gesagt, die Zeit vergeht wie im Flug.
Aber alles der Reihe nach. Seit dem letzten Blogeintrag hat sich das Wetter deutlich gebessert und wir durften ein durchaus warmes Sommersemester in Waterloo genießen. Genau wie in den vorherigen Semestern hatten wir jeweils zwei Anstellungen als Teaching Assistants in den Kursen ‚Introduction to Investment‘ und ‚Corporate Finance‘. Zum erfolgreichen Abschluss als Master of Mathematics in Actuarial Science benötigten wir noch eine Vorlesung und ein sogenanntes Research Paper. Das Research Paper stellt in unserem Fall die kanadische Abschlussarbeit dar und ist in etwa vergleichbar mit einer Seminararbeit. Mark wählte für seine Arbeit das Themengebiet der ‚Particle Filter‘ während Peter sich näher mit ‚Phase Type Distributions‘ beschäftigte. Als Vorlesung wählten wir beide ‚Topics in Actuarial Science: Predictive Analytics‘. Diese Vorlesung wurde in diesem Semester zum ersten Mal gelesen und ist für nachfolgende Generationen durchaus zu empfehlen.

Neben den universitären Pflichten blieb zum Glück auch Zeit das schöne Wetter zu genießen, einige Ausflüge zu unternehmen und viel Fahrrad zu fahren.

Mark nutze die Zeit und erkundete mit einer Freundin 10 Tage lang den Osten von Kanada, d.h. Nova Scotia, Prince Edward Island und New Brunswick. Besonders beeindruckend war dabei der Cabot Trail auf Cape Breton Island mit seiner imposanten Küstenlandschaft.

 

Ende Juli besuchte uns dann noch Mark’s jüngerer Bruder Simon in Waterloo um den kanadischen Sommer zu genießen. Nachdem wir die Klausuren unserer Teaching Assistantships betreut und korrigiert, sowie eine standesgemäße Abschiedsparty gegeben hatten, machten sich Mark und Simon am 14. August auf den Weg nach Cancun, Mexiko. Dort erkundeten die beiden per Auto zwei Wochen lang den nördlichen Teil der Yucatan Peninsula. Zahlreiche Maya Ruinen, wunderschöne Cenoten und Strände oder ein atemberaubendes Riff an der Ostküste machen diese Gegend zu einem definitiv lohnenden Reiseziel.

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Bevor es nach Deutschland zurück ging, machten Mark und Simon noch einen letzten, einwöchigen Zwischenstopp auf Kuba. Besonders die geschichtsträchtige Hauptstadt Havanna mit ihren alten Gebäuden und Autos versprüht einen ganz besonderen Charme.

 

Peter hingegen wanderte für eine Woche durch das Backcountry des Algonquin Provincial Parks (d.h. wo nur noch Wildnis ist und man sämtliche Vorräte mitbringen muss); ein einsames und aufgrund blutrünstiger Mücken teilweise anstrengendes, aber lohnendes Unterfangen.

Anschließend besuchte er Montreal und fuhr weiter mit dem Zug nach Halifax in Nova Scotia, von wo er mit einem gemieteten Fahrrad 8 Tage lang den Süden der Provinz erkundete. Anschließend ging es mit dem Bus nach Sydney im Norden Nova Scotias, von wo er mit einem zweiten gemieteten Fahrrad ebenfalls den landschaftlich schönen (und relativ bergigen) Cape Breton Highlands National Park bereiste.

Aufgrund umfangreicher Flugverspätungen (für die es in Kanada quasi keinerlei Entschädigung gibt) reduzierte sich sein eigentlich geplanter Schlussaufenthalt in Waterloo von 1 ½ Tagen auf stressige 6 Stunden, in denen noch diverse Dinge aufzuräumen und organisieren waren.

Dann aber ging es für 3 Tage zur neuen Generation Ulmer Studenten in Milwaukee, 2 Tage nach Chicago und ebenfalls 3 Tage zu einer Tante nach Tennessee. Inklusive der anschließenden Weiterreise von dort in den Norden Mexikos bedeutete dies insgesamt 57 Stunden in Greyhound Bussen, die durchgehend freundlicherweise auf geschätzte 10 Grad gekühlt wurden, wodurch sich die Winterjacke wirklich rentierte, die er auf Teilen dieser Reise mit sich führte.

Danach traf er im Norden Mexikos seine Schwester und gemeinsam reisten sie noch einen Monat einmal durch ganz Mexiko. Die umfangreichste und mindestens in Bezug auf das Essen beste Reise während des letzten Jahres!

 

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal ganz herzlich bei allen bedanken, die uns bei der Organisation dieses Jahres geholfen haben und besonders bei Professor Zwiesler. Durch sein Engagement und seine Unterstützung war dieses Austauschprogramm erst möglich!

 

Viele Grüße aus Deutschland

 

Mark und Peter

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Erste Eindrücke aus Normal

Bereits seit zwei Monaten erleben wir, Jenny und Benny, den American Way of Life und möchten euch diesen mit unserem ersten Blogeintrag näherbringen. In Ulm studieren wir Wirtschaftsmathematik im Master und sind an der Illinois State University in Normal als Graduate Students in Mathematics (Actuarial Science) eingeschrieben.

Schon zwei Wochen vor Vorlesungsbeginn sind wir von Zürich, über Reykjavik, nach Chicago geflogen und haben uns dort, gemeinsam mit unseren Freunden aus Milwaukee, die Stadt für ein paar Tage angeschaut (siehe Blogeintrag Milwaukee für Details). Von der Millionenstadt Chicago aus ging es anschließend mit dem Zug, circa 220 Kilometer durch Kornfelder Richtung Süden, ins beschauliche Normal. Dort wurden wir von unserer Vermieterin abgeholt und direkt zum Essen in eines der unzähligen Fast-Food Restaurants eingeladen. Anschließend wurden wir zu unserem Reihenhaus gefahren und nach einer kurzen Führung durch die Wohnung, Einführung in die Bedienung der technischen Geräte und der Schlüsselübergabe konnten wir die Wohnung beziehen. Die Wohnung wird schon seit mehreren Jahren von Ulmer Studenten bewohnt und ist deshalb hervorragend ausgestattet. Neben einem Auto und zwei Fahrrädern, lässt insbesondere die Küchenausstattung (inklusive Spätzlepresse) nichts zu wünschen übrig. In den ersten Tagen konnten wir einiges an Papierkram erledigen, was bei uns zum Glück relativ komplikationslos verlief, bevor in der darauffolgenden Woche die International Orientation startete.

Der offizielle Teil der International Orientation (IO) bestand dabei hauptsächlich aus stundenlangen PowerPoint Präsentationen, deren Inhalt man entweder schon im Internet gelesen, oder am nächsten Tag wieder vergessen hatte. Da die ersten Tage der IO für alle internationalen Studenten verpflichtend sind, kann man mit vielen anderen Studenten aus allerlei Ländern in Kontakt kommen. Das gleicht die verschwendete Zeit am Morgen wieder etwas aus. Gemeinsam mit den anderen Studenten (unter anderem aus Nepal, Indonesien, Ghana, Südkorea…) konnten wir beispielsweise einen Abend bei Bowling und Billiard im universitätseigenen Center verbringen. Anschließende fand eine Las Vegas Night im Student Fitness Center statt, bei der man bei Roulette und Blackjack Millionen gewinnen konnte (leider nur in Spielgeld). Da wir für die gesamte Zeit auch als Graduate Teaching Assistants angestellt sind, konnten wir nur an drei Tagen der International Orientation teilnehmen. Am vierten Tag fand für uns die Graduate Assistant Orientation statt. Hier wurden wir erneut mit Informationen überflutet und mussten einige Formulare ausfüllen. Jedoch war der Präsentationsteil mit nur zwei Stunden um einiges angenehmer als bei der International Orientation. Nach dem anschließenden Wochenende begannen schon am 20. August, zwei Monate vor Semesterstart in Ulm, die Vorlesungen.

Dieses Semester hören wir zwei Vorlesungen im Bereich der Aktuarwissenschaften und eine Vorlesung über Data Mining und Statistical Learning. Allerdings unterscheiden sich die Vorlesungen von Vorlesungen an der Uni Ulm in einigen Punkten. Obwohl die Universität mit über 20.000 Studenten fast doppelt so groß wie die Universität Ulm ist, sind unsere Vorlesungen mit sechs bis 20 Studenten um einiges kleiner. Auch die Notengebung ist völlig anders. In den Vorlesungen der Aktuarswissenschaften ergibt sich die Endnote aus den besten drei aus fünf möglichen Tests, die man über das ganze Semester verteilt schreibt. In der Vorlesung Statistical Learning hingegen ergibt sie sich aus mehreren kleinen Abgaben und Prüfungen wie zum Beispiel einer Präsentation, Hausaufgaben, Readings, Mid-Term Exam und Final Exam. Die Vorlesungsinhalte orientieren sich hier stark an den Inhalten eines Lehrbuchs. Dagegen bereiten die Vorlesungen in Aktuarwissenschaften die anderen Studenten auf die Actuarial Exams der Society of Actuaries (SOA) beziehungsweise der Casualty Actuarial Society (CAS) vor.

Neben den Vorlesungen helfen wir als Graduate Teaching Assistants Studenten bei ihren Mathehausaufgaben im Tutoring Center, erstellen gemeinsam mit einem Professor Kurse für einen Online-Bachelor in Aktuarwissenschaften und assistieren jeweils einem Instructor bei einer Mathematikvorlesung für Studienanfänger. Bei den Vorlesungen handelt es sich um Mathe-Vorlesungen für Nicht-Mathematiker und das Niveau ist eher im Bereich der Oberstufenmathematik anzusiedeln. In den ersten beiden Wochen in Bennys Vorlesung ging es beispielsweise ausschließlich um das Konvertieren von Maßeinheiten, was für ihn den tollen Effekt hatte, ein etwas besseres Gefühl für US-amerikanische Maßeinheiten zu bekommen.

Durch die Vorlesungen und die Assistentenstelle an der Illinois State sind wir unter der Woche viel beschäftigt, weshalb wir nur wenig Zeit für Freizeitaktivitäten finden. Falls wir unter der Woche doch etwas Zeit übrighaben, geht Benny gerne auf dem direkt ans Haus angrenzenden Constitution Trail joggen. Außerdem besitzt die Universität ein eigenes, für Studenten kostenloses Fitnessstudio, in dem man sich sportlich betätigen kann. An den Wochenenden werden regelmäßig Ausflüge und Veranstaltungen für internationale Studenten angeboten. So war Jenny dadurch an einem Wochenende in St. Louis oder im Garden of Gods. Über das Labour Day Wochenende haben wir Bene, Leo, Tobi und Tobi in Milwaukee besucht, siehe Blogeintrag Milwaukee, und konnten beispielsweise bei einer Schifffahrt die Stadt vom See aus betrachten. Nachdem ein Freund aus Mexiko am mexikanischen Unabhängigkeitstag für uns mexikanische Gerichte gekocht hat, haben wir vergangenes Wochenende uns mit einem verspäteten Tag der deutschen Einheit revanchiert. Wir und mehrere Austauschstudenten aus Paderborn haben für unsere Gäste Brezeln mit Dip, Gulasch mit Kartoffeln (sehr deutsch) und Bratäpfel vorbereitet. Das Menü ist sehr gut angekommen, sodass wir sogar schon zum Gegenbesuch für ein traditionell amerikanisches Thanksgiving Menü eingeladen wurden.

In den nächsten Wochen steht das erste Midterm Exam an, sowie weitere Tests und Projekte. Diese Woche ist aber erst einmal die Homecoming Woche, bei der wir vor allem auf das Football-Spiel und Rahmenprogramm am Samstag sehr gespannt sind. Mehr von uns zu hören gibt es dann im neuen Jahr nach den Semesterferien.

Viele Grüße,

Jenny und Benny

 

 

San Diego – Next Generation

Schon wieder San Diego? – Ja, aber diesmal die neue Generation – Lucas und Michi. Wir studieren Statistics (Lucas) und Applied Mathematics (Michi) an der San Diego State University (SDSU). Das ist die Universität aus dem Ulmer USA-Programm, die am weitesten von Ulm entfernt ist. Aber das mit den Entfernungen hat hier sowieso eine etwas andere Bedeutung – was nicht nur an den komischen nicht-metrischen Einheiten liegt. Mittlerweile haben wir uns auch daran gewöhnt große Strecken zu fahren. In den 40 Tagen in denen wir nun hier sind, sind wir bereits über 3.000 km gefahren. Auf die Zeit, die wir bis zur Abschlussfeier in den USA verbringen, wären das dann hochgerechnet über 20.000 km. Wir könnten also einmal nach Hause „fahren“ und wieder zurück. Genug der mathematischen Hochrechnungen. Wir wollen euch natürlich erzählen, was wir unter anderem auf diesen 3.000 km schon alles erlebt haben und über unseren (Uni-)Alltag hier in Kalifornien berichten.

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Angefangen hat die Reise für uns am 14. August. Nach einigen Strapazen mit der Airline, ging es in den ersten zwei Wochen hauptsächlich darum Organisatorisches zu erledigen. Dazu zählen: Abschließen der Autoversicherung, Handyverträge, riesige Einkäufe bei Walmart (Fernseher, Kaffeemaschine und Rad inklusive), Beantragung der Social Security Number, Treffen mit diversen Professoren, Krankenversicherung, etc. Auch wenn die Sachen teilweise durchaus kompliziert waren, hatten wir natürlich auch Zeit für Pool, Strand und Ausflüge. Und ja – ihr habt richtig gelesen: Auch wenn wir sehr viel mit dem Auto unterwegs sind, fahren wir die kleinen Strecken (z.B. zur Uni) mit dem Rad.

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Zunächst haben wir unsere Ausflüge noch auf San Diego und die Umgebung beschränkt, anschließend haben wir uns sogar über die Grenzen Kaliforniens hinausbegeben.

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Klippen am Cabrillo National Monument

Torrey Pines

Wandern in Torrey Pines National State Reserve

La Jolla

Schnorcheln mit den Seelöwen in La Jolla

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Entspannen am Mission Beach

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Aussicht vom Mt. Soledad

Mit Brandon, der an der SDSU studiert und den wir während seines Auslandssemesters in Ulm kennengelernt haben, haben wir ein Tagesausflug zu dem eine Stunde östlich in den Bergen gelegenen Julian gemacht. Dies ist eine alte Goldgräberstadt und bekannt für ihre leckeren Kuchen. Vor allem der Pumpkin-Pie mit Zimteis wurde uns von Brandon empfohlen. Dort haben wir unter anderem eine Führung durch eine stillgelegte Goldmiene gemacht.

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Eingang zur Goldmiene in Julian

Das erste Mal außerhalb Kaliforniens waren wir, als wir eine Freundin von Lucas in Las Vegas abgeholt haben. Dort haben wir 3 Tage verbracht und uns auch die Umgebung (Roadtrip zum Grand Canyon über den Hoover Dam) angeschaut. Auf dem Heimweg waren wir dann noch im Joshua Tree National Park.

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Bellagio bei Nacht

Route 66

Und plötzlich landet man aus Versehen auf der legendären Route 66…

Joshua Tree

Joshua Tree National Park

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Hoover Dam

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Lucas, Kate und Michi in Joshua Tree

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Roadtrip!

Sogar über die Ländergrenze hinaus haben wir uns schon getraut. Mit Freunden haben wir einen Ausflug ins benachbarte Tijuana gemacht. Neben dem sehr guten mexikanischen Essen, haben uns vor allem die im Vergleich zu San Diego günstigen Preise positiv überrascht.

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Tijuana mit v.l. Eduardo, Coral und Brandon

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Zu Fuß in die USA

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Grenze zur USA

Am selben Wochenende sind wir noch für ein Football Spiel der NFL nach Los Angeles gefahren.

 

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Typisch übertrieben…

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VIP Plätze an der 50-Yard-Linie

Leider sind wir hier nicht nur zur Freizeit, sondern haben auch noch einen Uni-Alltag, der jetzt mehr und mehr stressig wird. Mit jeweils 3 Kursen, Seminar, Masterarbeit und Teaching-Associate-Job ist unsere Woche gut ausgefüllt. Als Teaching Associates leiten wir selbst mehrere Kurse pro Woche und müssen außerdem Office Hours abhalten, in denen Studenten Fragen zum Stoff stellen können. Außerdem ist die Uni hier im Vergleich zu Ulm deutlich verschulter, d.h. es fallen wöchentlich Hausaufgaben an, die in die Endnote mit einfließen.

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Campus SDSU

Zu unserem Alltag gehört neben der Uni auch ein Surfkurs, den wir zwei Mal pro Woche besuchen und der sogar als Uni-Kurs angerechnet werden könnte – bei uns leider nicht. Ein weiterer großer Vorteil von San Diego ist der mexikanische Einfluss, welcher sich vor allem sehr positiv im kulinarischen Bereich äußert.

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Dienstag ist Taco Tuesday!

Bei dem Football-Team unserer Uni, den San Diego Aztecs, waren wir auch schon zwei Mal. Insbesondere beim Eröffnungsspiel war einiges geboten (Feuerwerk, Blaskapelle und 45.000 Zuschauer).

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Tailgating vor dem Stadion

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Eröffnungsspiel SDSU Aztecs

Heute waren wir noch im Zoo von San Diego. Dieser gilt als einer der schönsten Zoos weltweit und wir haben uns hierfür und für den San Diego Zoo Safari Park eine Jahresmitgliedschaft gekauft, die wir auch gut ausnutzen werden.

Während sich unsere Freunde aus Ulm an den anderen Partneruniversitäten in den USA auf einen schneereichen Winter freuen dürfen, müssen wir uns im sonnigen San Diego mit Weihnachten am Pool begnügen. Aber einen Tod muss man ja sterben 😉 Und wenigstens sollte bis dahin der Jacuzzi wieder funktionsfähig sein.

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Unser Pool!

Wer unsere Erlebnisse noch ausführlicher verfolgen will, kann gerne bei Michis persönlichen Blog vorbeischauen: https://usamichi.wordpress.com/

Viele Grüße und bis zu unserem nächsten Blog-Eintrag (ca. 11. Februar)

Lucas und Michi

 

Die letzten Monate in San Diego

Seit unserem letzten Blogeintrag im März ist einiges passiert in San Diego. Wie schon im März erwähnt, verbrachten wir den Großteil unserer Zeit im Spring Semester mit der Arbeit an unserer Forschungs- und Masterarbeit. Die Masterarbeit an der San Diego State University besteht aus einer umfassenden schriftlichen Ausarbeitung eines Forschungsthemas und einer mündlichen Verteidigung vor dem Thesis Committee, bestehend aus drei Professoren. Neben der Masterarbeit waren wir wie im ersten Semester als Teaching Assistants am Department für Mathematik und Statistik tätig und hörten selbst jeweils zwei Kurse. Der Workload im Spring Semesters war daher etwas höher als im Semester zuvor. Trotzdem konnten wir uns etwas Zeit zum Reisen nehmen. Da während Spring Break die SDSU geschlossen war, bot sich diese Woche besonders zum Reisen an und so verbrachten wir drei die Woche jeweils in Florida, San Francisco und Mexico. Nähere Infos zu unseren Reisen folgen in unseren eigenen Kapiteln. Nach Spring Break nutzten wir die Zeit nochmals intensiv, um unsere Masterarbeit voranzubringen uns auf die Finals vorzubereiten. Zusätzlich hatten wir jeweils in unseren beiden Kursen Projekte zu bearbeiten die einen Großteil unsere Gesamtnote ausmachten. Für Marc und Ludwig stand Ende April die Verteidigung der Masterarbeit an. Max hatte sich für eine Vertiefung seiner Forschungsarbeit durch eine Stelle als Research Assistant an der SDSU über den Summer Term entschieden.

Nach einer erfolgreichen Finals Week Anfang Mai waren wir nochmals bei Prof. Lutz zum Essen eingeladen und zuvor gemeinsam auf einer Wanderung im Hinterland San Diegos, mit tollem Blick auf die Anza-Borrego Wüste. Von Professor Lutz und seiner Frau konnten wir viel Spannendes über die Region um San Diego erfahren und Tipps für unsere anstehenden Reisen nach der Graduation bekommen.

Wie man das von amerikanischen Filmen kennt, wird die Graduation auch an der SDSU besonders zelebriert. Schon in den Wochen vor der Graduation sieht man durchgehend Studenten in cap, gown und tassel für Fotoshootings auf dem Campus. Am 12. Mai war es dann soweit, in unseren Gewändern liefen wir in die gute gefüllte Viejas Arena ein. Es ist zu erwähnen, dass die Viejas Arena über 10,000 Plätze hat und hier normalerweise Divison 1 Basketballspiele stattfinden. Zwar war die Arena nicht komplett gefüllt, doch die Atmosphäre zu Beginn, natürlich begleitet durch die amerikanische Nationalhymne, war zugegebenermaßen beeindruckend. Nachdem alle PhD Absolventen geehrt wurden, verlor die Veranstaltung jedoch leider etwas an Feierlichkeit, da etwas monoton, nacheinander jeder Bachelor und Masterabsolvent des College of Sciences persönlich aufgerufen und mit einem vorläufigen Diploma geehrt wurde. Unserer Meinung nach ist die Absolventenfeier an der Uni Ulm feierlicher ausgerichtet.

Nach der Graduation trennten sich unsere Wege vorerst und wir nutzen die Zeit erneut zum Reisen. Leider gab es nach der Graduation noch ein paar „kühlere Regentage“ und das richtige Sommerwetter mit Temperaturen über 30 Grad setzte in San Diego erst gegen Mitte Juni ein, was jedoch wohl üblich für die Jahreszeit ist. Für Marc und Ludwig ging es nach Ihren Reisen im Juni schon wieder zurück nach Deutschland, wobei Max die warmen Sommermonate nochmals mitnehmen konnte. Nach der kurzen allgemeinen Zusammenfassung unsere letzten Monate in San Diego berichten wir nun noch etwas über unsere persönlichen Erlebnisse in separaten Kapiteln.

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Max

Da ich meinen Aufenthalt in San Diego für ein Forschungspraktikum an der SDSU verlängert hatte, bin ich einer der wenigen Ulmer die sich noch in den Staaten befinden. Momentan befinde ich mich noch im Urlaub auf Hawaii und werde nach zwei Tagen Seattle und ein paar letzten Tagen in San Diego Anfang September schließlich nach Deutschland zurückkehren.

Wie Marc und Ludwig war ich während dem letzten Semester vor allem mit meiner Masterarbeit beschäftigt und nutzte die freie Zeit zum Reisen. Zudem nutze ich den Freitagmorgen für „Wakeboard-Kurse“ am Mission Bay Aquatic Center. Über die SDSU kann man sich für die Kurse des Mission Bay Aquatic Center (z.B. Surfen, Wakeboarden, Segeln etc.) anmelden. Sowohl mein Surf Kurs als auch mein Wakeboard Kurs haben mir sehr gefallen, da ich dadurch auch amerikanische Kommilitonen außerhalb des Mathe-Department öfters traf.
In den ersten zwei Märzwochen hatte ich vier Freunde aus Deutschland zu Besuch in Kalifornien. In den ersten Tagen zeigte ich meinen Freunden die schönen Plätze in San Diego (Mission Bay, Pacific Beach, La Jolla, Point Loma, Gas Lamp Quarter, Balboa Park, San Diego Zoo usw…). Vor allem den Fast-Food-Ketten „Panda-Express“ und „In-n-Out“ statteten wir in diesen Tagen einige Besuche ab. Allgemein gibt es in den in den USA bessere Fast-Food-Ketten als in Deutschland, da vieles „frisch“ zubereitet wird.
Da ich unter der Woche arbeiten musste, traf ich meine Freunde wieder in Las Vegas und wir fuhren gemeinsam für die letzten Tage durch das Death Valley nach Los Angeles. Wie schon meine Family stimmten auch meine Freunde zu, dass San Diego bei weitem schöner ist als Los Angeles.

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Über Spring Break fuhr ich mit meiner Freundin die bekannte Küstenstraße „Route 1“ nach San Francisco um dort meine Schwester mit ihrem Freund zu treffen. Ich kann jedem empfehlen sich hierfür einen Mustang Convertible zu mieten, macht die schöne Strecke nochmal spannender. Mit offenem Verdeck über die Golden Gate Bridge nach San Francisco zu fahren ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Meiner Meinung nach wird San Francisco zurecht als eine der schönsten Städte der Welt betitelt. Gerade Frühjahr und Herbst eignen sich wohl besonders für einen Besuch der Stadt, da es während des Sommers oftmals sehr neblig und dadurch kalt werden kann. Nach unserer Reise nach San Francisco traf ich mich noch mit zwei Freunden für ein Wochenende in Rosarito (Mexiko), welches bekannt für das typische College Spring Break ist. Mir reichten die zwei Tage um zu sehen, dass die typischen Spring Break Klischees in amerikanischen Filmen der Realität sehr Nahe sind.

Nach Spring Break stand nochmals eine intensive Arbeitsphase an meiner Masterarbeit und die Vorbereitung auf die Finals an. In meinem Machine Learning Kurs hatten wir anstatt einer Klausur ein umfangreiches Final Project zu bearbeiten. Da ich in meiner Masterarbeit viel mit Machine Learning Tools arbeitete, hielt sich der Zeitaufwand hierfür jedoch in Grenzen. Das Final Exam in meinem zweiten Kurs „Bayesian Statistics“ war auch relativ einfach. Neben dem Final mussten wir in diesem Kurs als Final Project noch ein Video-Tutorial zu Bayesian Statistics erstellen.

Da mir Dr. Levine, der betreuende Professor meiner Masterarbeit, eine Stelle als Research Assistent zur Vertiefung meiner Forschungsergebnisse über die Sommer Monate anbot, entschied ich mich meine Masterarbeit erst im Sommerterm mit den erweiterten Ergebnissen zu verteidigen und damit mein Studenten-Visa zu erhalten. Ich hatte meine Verteidigung daher Mitte August und arbeite momentan noch mit Dr. Levine und zwei weiteren Professoren an der Publikation unserer Resultate. Falls eine solche Möglichkeit zur Verlängerung für kommende Ulm Studenten besteht, kann ich dies nur empfehlen.
Trotz Aufschieben meiner Verteidigung stand auch für mich Mitte Mai die traditionelle Graduation Zeremonie an zu der meine Eltern und meine jüngere Schwester anreisten. Zusammen fuhren wir nach der Graduation für insgesamt etwa zwei Wochen durch den Sequoia und Yosemite Nationalpark, San Francisco und die „Route 1“ nach Los Angeles. Im Yosemite Nationalpark sollte man sich Zeit führ eine Wanderung auf den Half Dome nehmen. Bevor man die Küstenstraße „Route 1“ fährt, sollte man im Voraus checken ob Streckenabschnitte gesperrt sind, da dies zu weiten Umwegen führen kann.

Nachdem meine Family Ende Mai wieder nach Deutschland abreiste, widmete ich mich wieder meinem Forschungsprojekt. Ein Paar Wochenenden nutze ich zusammen mit meiner Freundin für Ausflüge rund um San Diego, z.B. Surfen am Mission Beach, Six Flags Freizeitpark in Los Angeles und Besuche bei der Family meiner Freundin in Ensenada in Mexiko. Ensenada ist eine sehr schöne Küstenstadt etwa zwei Stunden südlich von San Diego und bekannt für sehr gute Fisch-Tacos.

Nach der erfolgreichen Verteidigung meiner Masterarbeit flog ich zusammen mit meiner Freundin für neun Tage nach Maui. In den ersten Tagen hatten wir leider aufgrund des nahenden Hurrikans Lane viel Regen und Wind. Zudem wurde uns empfohlen Lebensmittel für mindestens eine Woche zu besorgen und uns auf längeren Stromausfall einzustellen. Glücklicherweise traf der Hurrikan nicht direkt auf Maui und daher hatten wir gegen Ende sogar noch ein paar sonnige Tage. Der letzte Hurrikan traf Maui vor etwa 20 Jahren. Da die Wahrscheinlichkeit im Sommer höher ist, kann man der Gefahr jedoch etwas aus dem Weg gehen, wenn man im Frühjahr oder Herbst nach Hawaii geht. Maui ist eine paradiesische Insel und auch trotz des Hurrikans kann ich einen Trip nach Maui und gegebenenfalls auf die anderen Hawaii-Inseln empfehlen (Den Sonnenaufgang und die Wanderung durch die Lavafelder am Gipfel des Haleakala muss man gemacht haben!).
Nach zwei Tagen in Seattle und ein paar letzten Tagen in San Diego geht es für mich auch wieder zurück nach Deutschland. An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei Professor Zwiesler, sowie bei Professor Lutz und den Verantwortlichen Professoren an der SDSU für das Ermöglichen des USA-Austauschprogramms bedanken! Die Erfahrungen und Erlebnisse, die ich während meines Jahres in San Diego gemacht habe, sind während eines normalen Studienjahres in Ulm nicht möglich. Abschließend kann ich daher sagen, dass ich meine Entscheidung für ein Auslandsstudium an der SDSU sofort wieder treffen würde.

Marc

Mittlerweile bin ich schon wieder mehr als zwei Monate in Deutschland – Zeit also um die letzten Monate in den Staaten revue passieren zu lassen. In den letzten beiden Märzwochen stand Besuch aus Deutschland an. Für ein paar Tage machten meine Mutter und meine Schwester während ihres 2-wöchigen USA Trips halt in San Diego. Neben den obligatorischen Trips zum Strand mit „Muchos Nachos“ (das „muchos“ ist wörtlich zu nehmen) als Abendessen und in der großen Shopping Mall an der Grenze zu Mexiko war der Besuch im San Diego Zoo eines der Highlights. Mit Ausnahme der Eisbären (nicht gerade die natürliche Umgebung) hatte man das Gefühl, dass die Tiere einigermaßen artgerecht gehalten werden. Der Zoo wurde zudem schon mehrfach zum schönsten Zoo der Welt gekührt!

Direkt im Anschluss ging es für eine Woche nach Florida, wo ich mich mit meiner Freundin getroffen habe. Da schon einige vorher mehr oder weniger den gleichen Trip gemacht haben, werde ich hier nur kurz berichten. Die ersten Nächste haben wir in Miami verbracht und Tagestrips nach Miami Beach, den Florida Keys (südlichster Punkt der kontinentalen USA) und den Everglades unternommen. Die Alligatoren dort waren unerwartet ruhig, außer man näherte sich zu sehr den Baby-Alligatoren. Zudem waren wir noch an einem der schönsten Strände der USA, mit sehr feinem und weißen Sand. Im Kennedy Space Center in Orlando hat man mal wieder gemerkt, wie stolz die Amerikaner auf ihre Geschichte und ihr Raumfahrtprogramm sind. Tragische Unfälle wurden kaum erwähnt. Nach einem weiteren Tag in Miami musste ich mich wieder ins „kalte“ (30°C vs. 20°C) San Diego aufmachen.

Die folgenden sechs Wochen stellten sich als die bisher stressigsten heraus. Da Ende April die Verteidigung meiner Masterarbeit anstand und eine Woche später die Finals, gab es kaum einen freien Tag. Letztendlich war der Umfang der Masterarbeit doch nicht viel kleiner als in Deutschland üblich. Die Schwierigkeit ist aber eher auf Bachelorarbeitsniveau anzusiedeln. Somit war es möglich, die Arbeit in 3-4 Monaten zu schreiben. Um sich Stress zu sparen, ist es trotzdem ratsam mit der Arbeit noch vor Weihnachten anzufangen … 😉

Die Finals waren dann ebenfalls mit relativ wenig Lernaufwand erledigt. Dabei war die Klausur in Fourier Analysis aus dem Mathe Bereich die mit Abstand schwierigste Klausur in diesem Jahr. Viel Zeit hat das Final Project in Bayesian Analysis in Anspruch genommen. Hier mussten wir jeweils in Gruppen Video Tutorials zu verschiedenen Themen erstellen, sprich wir haben Folien Präsentationen erstellt und den Text darüber gesprochen. Von unserem Professor wurden wir lustigerweise dazu ermutigt, diese Videos doch zu unseren Bewerbungsunterlagen hinzuzufügen.

Nach der Graduation ging es für mich direkt danach in den finalen Urlaub. Zuerst standen 10 Tage Hawaii auf zwei verschiedenen Inseln auf dem Programm. Nach insgesamt 6 Stunden Flug und drei Zeitzonen weiter westlich (deutsche Zeit minus 12 Stunden!) war ich auf Maui angekommen. Das Hostel, in dem ich eingecheckt habe, bietet jeden Tag einen anderen Ausflug an. So konnte man die Insel auch ohne Auto erkunden und hat gleichzeitig noch jede Menge Leute kennengelernt. Auf dem Plan standen u.a. Wanderungen durch Urwald, teilweise mussten dabei hüfthohe Flüsse durchquert werden und die schönsten Strände von Maui, teilweise mit schwarzem Vulkansand. Das Highlight war definitiv der Besuch auf dem Haleakala, dem 3000 Meter hohen Vulkan. Hier oben hat man sich wie auf einem anderen Planeten gefühlt. Abends ging es dann nach einem kurzen Flug weiter auf die Hauptinsel O’ahu, wo ich mein Hostel direkt am Waikiki Beach gebucht hatte. Auch hier gab es wieder vom Hostel organisierte Ausflüge. In einer ruhigen Bucht konnte man mit Wasserschildkröten tauchen. Zu Fuß erreichbar ist ein riesiger Krater, von dem man einen tollen Ausblick auf Honolulu und insbesondere Waikiki hat.

Die letzte Station meines Trips war Vancouver im Südwesten von Kanada. Nachdem ein etwas unentspannter Grenzbeamter mich endlich ins Land gelassen hat, war ich erst einmal überrascht wie europäisch die Stadt geprägt ist, wunderschön gelegen rund um eine Bucht, mit noch teilweise schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Unter anderem habe ich in Tagestrips einen 1000m hohen Berg bestiegen. Am Gipfel war der Schnee noch meterhoch aufgetürmt. Hier hatte man einen tollen Überblick über die gesamte Stadt. Zudem gab es noch eine kostenlose Flugvogelshow. Neben einen Tagestrip nach Whistler, dem Ort der olympischen Winterspiele 2010, habe ich mich noch einen Bootsfahrt unternommen, um Wale zu beobachten.

Zurück in San Diego packte ich nur noch meine Koffer und machte mich mit einem Zwischenstopp in Las Vegas auf den Weg zurück nach Deutschland. Bei einem Pokerturnier gewann ich genug Geld, sodass ich mit mehr Geld die Stadt verlies als ich sie betreten hatte (trotz einer ausgiebigen Shoppingtour).

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Hajo Zwiesler und an die Professoren in San Diego, die das USA-Programm in San Diego ins Leben gerufen haben und erhalten!

Ludwig

Unsere Zeit in San Diego ist nun vorbei, trotzdem will auch ich noch
berichten, was sich bei uns in den letzten Wochen ereignet hat. Zum
Ende des Semesters wurde es etwas stressiger, da neben den
Abschlussklausuren auch final Projects und die Verteidigung der
Masterarbeit anstanden. Zuerst das wichtigste: Die Verteidigung der
Masterarbeit ging ohne Probleme über die Bühne – alle Betreuer und
Prüfungskomiteemitgleider haben wohlwollend zugestimmt. Damit stand
der Graduierung nichts mehr im Wege. Die Projekte und Klausuren haben
wir ebenso gut bestanden. So rückte dann auch der Abschied aus San
Diego von unseren dort gewonnenen Freunden näher. Zum akademischen
Abschluss unseres Studium nahmen wir bei der Graduierungsfeier teil,
bei der uns feierlich Glückwünsche überreicht wurden. Für Fotos und
das Hütehochwerfen blieb leider kaum Raum im Rahmen der Feier, das
hatten wir zum Glück schon vorher erledigt.
Da das neue Semester in Ulm erst einige Monate später anfing, wollten
ich die Gültigkeit meines Visums noch nutzen und die Staaten bereisen.
Nach einem Roadtrip durch die Staaten an der Westküste ging es nach
Hawaii, nach Maui und Oahu. Kurz vor meiner Rückreise nach Deutschland
machte ich noch einen Abstecher nach Mexiko, um einen Freund aus
Deutschland zu besuchen.
Im Rückblick bin ich froh, am Austausch teilgenommen zu haben und
tolle Erfahrungen und Freunde gefunden zu haben. Deswegen wünschen wir
auch den nächsten Ulmern viel Spaß beim Austausch in den Staaten und
tolle Erfahrungen dabei!

Nicht ohne mein Team – Living the American Dream

Willkommen zurück auf dem Ulmer USA Blog. Eine neue Generation Ulmer Studentinnen und Studenten hat sich auf den Weg über den Atlantik gemacht um die lange Tradition des Ulmer USA Austausches fortzuführen. Das Team Milwaukee, das sind Bene, Leo, Tobi und Tobi, wird das nächste Jahr an der University of Wisconsin – Milwaukee, kurz UWM, studieren und arbeiten und darf dieses Jahr die neue Runde des Blogs eröffnen.

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Schon Anfang August versammelten wir uns in FFM um gemeinsam den Flug nach Chicago anzutreten. In der Windy City verbrachten wir dann auch die ersten Tage unseres Abenteuers gemeinsam mit Jenny und Benny, die beide in Normal – Illinois studieren werden. Die ersten Eindrücke bestätigten schon mal einige klassische Klischees über „the greatest country in the world“: Gigantische Wolkenkratzer, kolossale Pick-Up-Trucks und ein eher entspannter Umgang mit dem Thema Energiesparen. So sollte man trotz tropischer Außentemperaturen ständig eine Jacke im Gepäck haben um in den auf gefühlte Minusgrade gekühlten Shoppingmalls nicht zu erfrieren. Ausgedehnte Selfie-Sessions vor der Chicago-Bean, ein Besuch des Willis-Towers im Deutschland-Trikot und Kommunikationsschwierigkeiten im örtlichen Starbucks entlarvten uns bei den Amerikanern schnell als gewöhnliche Touristengruppe – Integration kommt dann später. Bei Bestellung eines „Small Brewed Coffees“ bekommt man hier übrigens einen halben Liter eines pechschwarzen Gebräus serviert, der einem jedoch wenigstens den nötigen Koffein-Kick für die anstrengenden und in unserem Fall oftmals orientierungslosen Wanderungen durch die tiefen Straßenschluchten Chicagos lieferte. Die meisten Menschen waren jedoch sehr nett und hilfsbereit und gaben gerne Rat, wenn wir wieder einmal verloren in der Gegend herumirrten. Auch das amerikanische Essen erfüllte voll unsere Erwartungen. Dank Kalorienangaben auf den Speisekarten bekamen wir das schlechte Gewissen auch immer gleich mit serviert. Dennoch ließen wir es uns nicht nehmen üppige Portionen von Deep Dish Pizza und Burgern in der Cheese Cake Factory zu verspeisen, vor allem da hier jedes Essen grundsätzlich als leichte Kost zu gelten scheint solange man nur eine Diet-Coke dazu bestellt. Zum Abschluss unseres Aufenthalts in Chicago genossen wir noch ein atemberaubendes Feuerwerk auf dem Navy Pier. Frei nach Kanye West: „Fireworks at Lake Michigan, Ulmer are in town again, this is where it all began“.

Nach den abwechslungsreichen Tagen in Chicago sagten wir Goodbye zu Jenny und Benny und machten uns mit dem Hiawatha Train auf in die siebtaufregendste Stadt der USA, Milwaukee, unserer neuen Heimat für das nächste Jahr. Dort angekommen begaben wir uns gespannt auf den Weg zum legendären German House, indem nun schon 17 Generationen Ulmer USA-Fahrer vor uns gelebt hatten. Das über einhundert Jahre alte Haus im viktorianischen Stil versprüht einen ganz besonderen Charme in seiner typisch amerikanischen Nachbarschaft. Über die Jahre hinweg haben sich hier auch allerhand erstaunliche Dinge angesammelt. Die nächsten Tage verbrachten wir damit in der Wohnung etwas auszumisten. Der berühmt-berüchtigte Gerümpelschrank war dabei das erste Opfer des neuen Ordnungsregimes. Ansonsten mussten wir noch allerhand organisatorische Dinge für die Universität erledigen, uns mit einem Telekommunikationsfachverkäufer von mindestens fragwürdiger Kompetenz herumschlagen und sämtliche Einkaufsmöglichkeiten in naher und nicht allzu naher Umgebung auszuprobieren. Soviel sei nachfolgenden Generationen geraten: „Don’t walk to Walmart. Don’t do that“. Wir haben die Wanderung mangels besseren Wissens dennoch gewagt und lernten sogleich weitere Eigenheiten des amerikanischen Alltags kennen. Die Amerikaner erledigen so viel wie möglich mit dem Auto, sei es der Brötchenkauf beim nur hundert Meter entfernten Bäcker oder die Bargeldbeschaffung beim nächsten Drive-In Bankschalter. Selbst in den großen Hallen der Supermärkte verzichtet man ungern auf den motorisierten Unterbau und wechselt kurzer Hand auf den Walmarkt-Scooter. Während in Deutschland die Abschaffung der Plastiktüte vorangetrieben wird, löst man hier größtes Erstaunen aus, wenn man auf die Frage „Paper or Plastic?“ mit „Nein danke, ich packe es in meinen Rucksack!“ antwortet. Neben den anstrengenden Erkundungstrips hatten wir auch ausreichend Zeit uns zu entspannen, all die neuen Eindrücke zu verarbeiten und das herrliche Wetter zu genießen. Am traumhaften Bradford Beach trainierten wir unsere bis dahin eher limitierten Fähigkeiten im Beachvolleyball um uns anschließend im Lake Michigan abzukühlen. Wer will da noch nach Florida oder Kalifornien? Des Weiteren versuchten unsere bayrisch-fränkischen Teammitglieder den aus dem Ländle stammenden Rest der Truppe an die hohe Kunst des Schafkopfens heranzuführen – bis zum aktuellen Zeitpunkt allerdings mit sehr bescheidenem Erfolg.

Nicht umsonst gilt Milwaukee als die Bierhauptstadt der Vereinigten Staaten. Nachdem wir schon einige Erzeugnisse der lokalen Braukultur bei einem Barbecue mit Freunden im German House verköstigt und für gut befunden hatten, entschieden wir uns an einer Brauerei-Tour teilzunehmen. Hier wurden uns neben einer sehr vielfältigen Bierauswahl auch eine recht interessante Einführung in die örtliche Kunst der Bierherstellung geboten. Allerdings schien auch der Tourguide dem ein oder anderen Bier während der Arbeitszeit nicht abgeneigt, so dass es im Laufe der Führung immer schwerer wurde seinen Ausführungen zu folgen. Notgedrungen entschieden wir uns daher die Tour gleich in der nächsten Woche zu wiederholen. Außerdem wurde in der letzten Woche das neue Stadion des örtlichen Basketball-Clubs, den Milwaukee Bucks, eröffnet. Wir nutzten die Gelegenheit um die neue Arena zu besichtigen, Stars wie Kareem Abdul-Jabbar und Giannis Antetokounmpo zuzujubeln, der überaus pathetischen Rede des Governors von Wisconsin zu lauschen und schon fast lächerlich günstige Karten für anstehende Events in der Arena zu ergattern. Dabei gelang es einem Mitglieds des Teams Milwaukee sogar den Präsidenten der Milwaukee Bucks dazu zu bringen seine doch etwas langatmige Rede für kurze Zeit zu unterbrechen und für etwas Abwechslung zu sorgen – Ulmer in aller Munde!

Letzte Woche begann schließlich die Orientation für die neuen Studenten an der UWM. Hier lernten wir die anderen Masterstudenten und Mitarbeiter der Mathematikfakultät kennen und wurden auf unsere Arbeit als Teaching Assistant vorbereitet. Die Universität nimmt dies sehr ernst und will uns für alle Unwägbarkeiten des Lehrerjobs gerüstet sehen. Außerdem gab es auch eine Reihe von Veranstaltungen speziell für internationale Studierende. Es zeigte sich, dass sich auch an der UWM eine ganze Menge Deutsche tummeln. Wir müssen also keine Angst haben während unseres Jahres in den USA unsere Muttersprache zu verlernen. Auch erleben wir immer wieder welchen prägenden Eindruck die vorangegangenen Generationen Ulmer Studenten in Milwaukee hinterlassen haben. So wurden wir von den Mitgliedern der Fakultät mehr als freundlich begrüßt und auch mit Vorschusslorbeeren überhäuft. Auch außerhalb der Universität haben die Ulmer Austauschstudenten schon ihre Spuren hinterlassen. So kommt es vor, dass man nach einer Unterhaltung auf Deutsch an der Bushaltestelle plötzlich von einer fremden Person mit den Worten „Are you from Ulm?“ angesprochen wird und sich ein typischer amerikanischer Smalltalk über die bisherigen Erfahrungen mit den Ulmern entwickelt. Insgesamt sind die oft deutschstämmigen Milwaukeeans sehr aufgeschlossen und erzählen gerne von ihren Verbindungen nach Deutschland, so dass sich viele Gelegenheiten zum Plaudern ergeben.

Ab nächster Woche geht dann auch für uns der Ernst des Lebens wieder los. Das neue Semester beginnt und damit auch unsere eigenen Vorlesungen sowie der Teaching Assistant Job. Über unsere Erfahrungen an der UWM und hoffentlich über schöne und ereignisreiche Weihnachtsferien werden wir dann im Januar ausführlich berichten. Bis dahin genießen wir noch die letzten Sommertage in Milwaukee, auch wenn es mittlerweile schon merklich abgekühlt hat. Denn wie uns die Einheimischen bereits gewarnt haben gilt in Wisconsin immer: „Winter is coming!“.

Bis dahin,

Bene, Leo, Tobi und Tobi

P.S.: Über das verlängerte Labor Day Wochenende feierte das in Milwaukee ansässige Harley-Davidson seinen 115. Geburtstag. Gemeinsam mit Jenny, Benny und Kanada-Veteran Peter nutzen wir die Gelegenheit und gingen an den Bradford Beach, der sich über Nacht von einem idyllischen Badestrand in ein Motodrom inklusive Benzingestank und heulendem Motorenlärm verwandelt hatte. Hier verfolgten wir gemeinsam mit von Kopf bis Fuß tätowierten Rockern spektakuläre Motorradrennen – selten haben wir uns so sehr wie richtige Amerikaner gefühlt wie hier.

 

Time to Say Goodbye

Während sich die meisten Ulmer meines Jahrgangs schon wider in Deutschland befinden bzw. die nächste Ulmer Gruppe sich auf den Weg in den USA befindet, genieße ich noch meine letzten Tage in Florida.

Seit dem letzten Blog Eintrag im März sind die Wochen für mich so im Flug vergangenen.

Im April standen Ausflüge zum Strand, nach Alabama und ein Besuch der Navy Base an.

Zusätzlich mussten noch sämtliche Klausuren korrigiert werden, mein Research Projekt beendet werden und Hausaufgaben für meine zwei anderen Fächer erledigt werden und sich auf die Finals vorbereitet werden. Mein Research Paper wurde leider bei der ersten Einreichung bei einem Journal abgelehnt, allerdings haben Dr. Amin und ich das Paper letzte Woche bei einem anderen Journal erneut eingereicht und warten derzeit auf eine Rückmeldung.

Anfang Mai fand die Graduation Ceremony statt. Da im Sommer keine Ceremony statt findet, durfte ich im Mai schon teilnehmen. Insgesamt waren wir 10 Masterstudenten des Mathe Departments, die an der Ceremony teilgenommen haben.  Nach dem offiziellen Teil  sind wir alle zusammen mit Freunden und Familien zum Essen gegangen, um auf den Abschluss an zu stoßen.

Im Mai hatte ich keine Vorlesungen, allerdings habe ich weiter am Department gearbeitet und vor allem an meiner Masterarbeit für meinen deutschen Abschluss geschrieben.

Mitte Juni ging die Uni für mich wider los. Da der Summer Term nur 8 Wochen umfasst, finden die Vorlesungen zweimal wöchentlich für 2,5 Stunden statt.  Während des Summer Terms habe ich Statistical Inference und Matrix Theroy belegt. Diese beiden Kurse sind hier verpflichten zu belegen, um den Masterabschluss zu bekommen. Die Inhalte beider Kurse kannte ich schon aus dem Bachelor. Statistical Inferenz beschäftigt sich mit verschiedenen Schätz- und Testverfahren. Matrix Theory mit den Grundlagen von Matrizen und ihren Eigenschaften. Am Ende des Semesters habe ich in beiden Fächern die sogenannten Comprehensive Exams geschrieben. Die Comprehensive Exams finden an einem Tag statt und jede Klausur ist 2,5 Stunden lang .  Am Ende entscheidet ein Komitee, ob man die Prüfungen bestanden hat.

Neben meinen eigenen Kursen habe ich noch meine eigene Vorlesung zweimal wöchentlich gehalten. Ich habe Math for Liberal Arts 1 unterrichtet. Diese Vorlesung umfasst verschiede Themengebiete von Wahrscheinlichkeitsrechnung über Statistik, Mengenlehre und einfachen Wachstumsmodellen. Das Weitern bestandt meine Hiwistelle aus der Korrektur von Statistik Klausuren und der Abhaltung von Statistik Workshops. In den Workshops können Studenten Fragen zum Stoff stellen und zusätzliche Aufgaben lösen. Für den Besuch der Workshops bekommen sie zusätzlich Bonuspunkte für die Klausuren.

Trotzdem blieb noch genug Zeit das gute Wetter zu genießen z. B. für einen Ausflug an den Strand oder einer Pool Party oder einer Bootstour oder der besuch eines Parks. Gerade ist Baseball Saison, somit durfte ein Besuch eines Heimspiels der Blue Wahoos nicht fehlen.

Mitte Juli hatten die Blue Angels, die Kunstflieger der U.S. Navy, ihre Homecomimg Show am Pensacola Beach.  Ein anderes Wochenende war ich mit Freunden in Georgia im Red Mountain State Park übers Wochenende zelten.

Letztes Wochenende gab es eine kleine Überraschungsfeier organisiert von den Masterstudenten für mich.

Nächsten Sonntag steht meine Rückreise nach Deutschland an.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei Prof. Dr. Zwiesler und bei Dr. Kuhl und Dr. Amin bedanken, die diesen Austausch für mich erst möglich gemacht haben.

Julia

Good Bye Orange

Auch die zweite Hälfte des Spring Semesters ging wieder sehr schnell vorbei. Nach dem Spring Break neigte sich auch die „Intramural Season“ dem Ende zu. Das ist eine Art uniinterne Amateursport-Liga, in der wir uns als Math-Grad Students mit je einer Fußball- und einer Volleyballmanschaft beteiligt haben. Der große sportliche Erfolg blieb leider aus, am Ende verzeichneten wir 0 Siege (Volleyball) bzw. 1 Sieg (Fußball, Nichtantreten des Gegners), aber dennoch waren die wöchentlichen Spiele immer eine tolle Gelegenheit sich einmal mit anderen Dingen zu beschäftigen. Nichtsdestotrotz mussten für unsere Teamnamen natürlich Math-Puns herhalten: Das Fußballteam hieß „Goalois Group“ und die Volleyballer nannten sich „Set Theory“ 😉.

Anfang Mai standen dann die Finals an. Glücklicherweise wurde unser Exam in „Algebraic Topology“ abgesagt, sodass die Note im Endeffekt nur aus den Hausaufgaben berechnet wurde. Dadurch blieb Paula komplett von Abschlussklausuren verschont, Fabian durfte sich immerhin mit einer Klausur in „Functions of a Complex Variable I“ herumschlagen und Felix mit einer Klausur in „Introduction to Algebra II“. Wie im Winter auch schon mussten wir außerdem noch einen Tag die Klausuren „unserer“ Studenten korrigieren und beaufsichtigen.

Am Wochenende danach fanden dann die großen Absolventenfeiern statt. Einmal die „Convocation“ von unserer Fakultät und einen Tag später das gigantische „Commencement“ im Footballstadion der Uni. Dazu mussten wir die aus Film und Fernsehen bekannten typischen Gewänder – Cap, Gown und Tassel – tragen. Die „Commencement“-Rede hielt dieses Jahr Kathrine Switzer, eine Syracuse Alumna und Pionierin des Marathonlaufs für Frauen.

Bevor wir dann Mitte Mai in unseren lange geplanten und heiß erwarteten Sommerurlaub aufbrachen, wollten wir uns natürlich noch gebührend von unseren Kommilitonen und Freunden in Syracuse verabschieden. Die Farewell-Party, an der wir auch Fabians Geburtstag und das Ende der letzten Klausur für unsere First Year Freunde feierten wurde ein besonderer Erfolg. Besonders gut kam ein von Paula vorbereitetes kleines „Deutschland-Quiz“ an. Die Antworten unserer amerikanischen Freunde waren meist überraschend gut, wenn man mal davon absieht, dass manche die Bevölkerungszahl Deutschlands auf 120.000 geschätzt haben.

Nach der Feier ging es dann auf die große Reise.
Wir, Paula und Fabian, flogen nach Las Vegas, um dort startend vier Wochen Campingurlaub zu machen, eine fantastische Erfahrung! Wir sind insgesamt über 7000 km gefahren, haben elf National- und zwei Stateparks besucht, überwältigende Landschaften durchwandert und viele ungewöhnliche Tiere beobachtet. Zukünftigen USA-Fahrern empfehlen wir also auf jeden Fall auch den Südwesten der USA zu erkunden. Ein vielleicht nützlicher Tipp: Wenn man unter 25 ist und ein Auto ausleiht fallen normalerweise „Young Driver Fees“ an, bei unserer Wohnmobil- bzw. Campervanausleihe entfiel diese allerdings, sowie auch die Gebühr für zusätzliche Fahrer.

Anschließend verbrachten wir noch einige Tage in der mörderischen Hitze (44°C !!!) von Las Vegas, wo wir die pompösen Dekorationen der Luxushotels und natürlich mit der Blue Man Group und David Copperfield auch zwei weltbekannte Shows besuchten. Anschließend ging es noch für fünf Tage nach New York City, von wo wir dann mit dem Greyhound über Albany zurück nach Syracuse fuhren.

Auch bei mir, Felix, standen nach Ende des Spring Semesters einige Reisen an. Zunächst verbrachte ich mehrere Tage in Kanada. Ich sah mir die Niagarafälle und Toronto an. Im Anschluss ging es mit zwei Freunden nach Washington D.C. mit einem Zwischenstopp in Philadelphia. Direkt danach flog ich für einen dreiwöchigen Roadtrip mit meiner Schwester an die Westküste. Nachfolgend einige Highlights unserer Fahrt in chronologischer Reihenfolge: Los Angeles, San Diego, Joshua Tree N.P., Lake Havasu City, Route 66, Westernstadt Oatman, Grand Canyon N.P., Antelope Canyon, Horseshoe Bend, Zion N.P., Valley of Fire, Las Vegas, Death Valley N.P., Mammoth Lake, Geisterstadt Bodie, Yosemite N.P., San Francisco, Stanford, Santa Monica. Wir fuhren insgesamt etwa 4800 km. Zum Schluss flog ich noch für eine Woche nach Miami.

Zurück in Syracuse wurde es nun langsam ernst. Wir suchten unsere Sachen zusammen, packten, stellten fest, dass wir zu wenig Platz hatten, kauften einen weiteren Koffer, quetschten, quetschten noch mehr und dann war irgendwann endlich alles verstaut. Außerdem feierten wir mit all unseren Freunden, die noch nicht in die Sommerferien verschwunden waren, noch eine Abschiedsparty Teil 2, bevor es am 2. bzw. 3. Juli wieder zurück nach Deutschland ging.

Nun sind wir also wieder in Deutschland, mit großer Freude über das Wiedersehen von Familie und Freunden, aber auch mit einer gewissen Wehmut, dass die tolle Zeit in Syracuse leider schon vorbei ist. Wir möchten an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen und uns bei allen bedanken, die diesen Austausch ermöglicht und zu einer großartigen Erfahrung gemacht haben, ob auf dieser oder auf der anderen Seite des Ozeans. Ein besonderes Dankeschön gilt dabei natürlich Hajo Zwiesler.